Ein aussergewöhnliches Album des Monats, dessen Sound beim Vinylrausch durchsichtig, satt und warm absolut überzeugt hat. Ein Monument der Musikgeschichte!
1969
Herbie Mann – Memphis Underground
Bei Memphis Underground trifft Memphis Soul auf junge Jazz-Freaks. Herbie Mann würzt seinen extrem groovigen, ‘kreisenden Jazz’ mit zwei aussergewöhnlichen (Free-)Jazz Gitarristen. Explosiv beim VR #87.
1973
Osibisa – Happy Children
Happy Children wechselt zwischen Afro-Beat und Tribal-Gesängen, Rock- und karibischen Rhythmen, Chants und Deep Funk – eine kraftvolle Mischung beim lebendigen VR #87
1976
Stevie Wonder – Songs In The Key of Life
Songs In The Key of Life – ein wild funkendes und groovendes Meisterwerk beim VR 05 und mit umwerfendem Sound zum 50. Erscheinen beim VR #87 eine Erleuchtung!

Die Ankündigung, das es sich bei diesem Album um “eine der wichtigsten Platten der Achtziger” handeln würde, hatte die Erwartungen vor Ort geschürt und einige skeptische Kommentare provoziert. Das aufmerksamen Publikums hat mit seinen Reaktionen die These dann aber doch bestätigt: nach der aufregenden ersten Seite mit dem vielleicht besten Stück der Femmes, dem siebenminütigen Never Tell, gab es während der zweiten Seite zu Black Girls noch nie dagewesene Publikumsregungen. Die über den simplen Beat gelegten furiosen Improvisationen von John Zorn und den Femmes selbst mit nicht abreissenden Instrumentenwechseln von Mundorgel bis hin zu Kuhglocken riefen etliche Ah’s und Oh’s hervor, mit denen sich die Begeisterung über diesen wilden musikalischen Tanz Luft machte.
Hallo aus Hamburg,
interessant wäre unbedingt auch ein Klangvergleich mit der US- sowie der UK-Erstpressung.
Die deutchen Platten aus dieser Zeit sind von der Pressqualität oft sehr gut, allerdings unterscheidet sich die Abmischung , also das sog. Mastering , häufig etwas von den englischen und amerikanischen Pressungen. Manche deutsche Ausgaben sind in den Höhen zu analytisch und etwas schrill abgemischt- die Stimmen und besonders akustische Instrumente auf den US-Pressungen klingen nicht selten wärmer; auch hat ein US-Mix zuweilen etwas mehr Bass.
Gravierend sind die Klangunterschiede je nach Länderausgabe zum Beispiel bei einigen Neil Young-Alben aus den 70er Jahren (‘On the Beach’ & ‘Zuma’) . Hier fallen deutsche Pressungen – insbesondere jene, bei denen im Dead Wax der Auslaufrillen ein kleingeschriebenes ‘Strawberry’ neben der Matrix-Nummer steht – oft leider klanglich gegen die ausgewogener abgemischten US- und UK-Pressungen massiv ab.
In diesem Sinne & Grüße
Rudi