Ein bis auf den letzten Platz besetzte Kino-Bar und drei große Alben mit zwei Progressiv Rock-Suiten und einem Konzeptalbum. Ein großer Abend!
1971
Emerson, Lake and Palmer – Tarkus
Tarkus ist ein experimentelles Meisterwerk, das uns beim VR #84 mit schrägen Takten, Orgelgewitter und großen Formen bestens unterhalten hat.
1976
The Alan Parsons Projekt – Tales of Mystery and Imagination
Tales of Myster ... klang in der Mischung von großen Gesten, Pop und ProgRock erwartet groß und groovig beim VR #84
2015
Hooffoot - Hooffoot
Hooffoot ist eine schwedische Jazz-Rock Produktion von 2015, die von keinerlei binärem Code beeinflusst war. Das Highlight vom Vinylrausch III – und die erste Platte, die beim Vinylrausch (XX) Applaus bekommen hat. Großartig! – War auch beim VR #84 im zehnten Jahr wieder beeindruckend.

Die Ankündigung, das es sich bei diesem Album um “eine der wichtigsten Platten der Achtziger” handeln würde, hatte die Erwartungen vor Ort geschürt und einige skeptische Kommentare provoziert. Das aufmerksamen Publikums hat mit seinen Reaktionen die These dann aber doch bestätigt: nach der aufregenden ersten Seite mit dem vielleicht besten Stück der Femmes, dem siebenminütigen Never Tell, gab es während der zweiten Seite zu Black Girls noch nie dagewesene Publikumsregungen. Die über den simplen Beat gelegten furiosen Improvisationen von John Zorn und den Femmes selbst mit nicht abreissenden Instrumentenwechseln von Mundorgel bis hin zu Kuhglocken riefen etliche Ah’s und Oh’s hervor, mit denen sich die Begeisterung über diesen wilden musikalischen Tanz Luft machte.

Hallo aus Hamburg,
interessant wäre unbedingt auch ein Klangvergleich mit der US- sowie der UK-Erstpressung.
Die deutchen Platten aus dieser Zeit sind von der Pressqualität oft sehr gut, allerdings unterscheidet sich die Abmischung , also das sog. Mastering , häufig etwas von den englischen und amerikanischen Pressungen. Manche deutsche Ausgaben sind in den Höhen zu analytisch und etwas schrill abgemischt- die Stimmen und besonders akustische Instrumente auf den US-Pressungen klingen nicht selten wärmer; auch hat ein US-Mix zuweilen etwas mehr Bass.
Gravierend sind die Klangunterschiede je nach Länderausgabe zum Beispiel bei einigen Neil Young-Alben aus den 70er Jahren (‘On the Beach’ & ‘Zuma’) . Hier fallen deutsche Pressungen – insbesondere jene, bei denen im Dead Wax der Auslaufrillen ein kleingeschriebenes ‘Strawberry’ neben der Matrix-Nummer steht – oft leider klanglich gegen die ausgewogener abgemischten US- und UK-Pressungen massiv ab.
In diesem Sinne & Grüße
Rudi