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Stevie Wonder – Songs In The Key of Life (1976)

Stevie Wonder - Songs In The Key Of LifeStevie Wonder - Songs In The Key Of Life - Cover inside

Seite 1
Love’s in Need of Love Today – 7:05
Have a Talk with God – 2:42
Village Ghetto Land – 3:25
Contusion – 3:45
Sir Duke – 3:54

Seite 2
I Wish – 4:12
Knocks Me Off My Feet – 3:36
Pastime Paradise – 3:27
Summer Soft – 4:14
Ordinary Pain – 6:23

Seite 3
Isn’t She Lovely – 6:34
Joy Inside My Tears – 6:29
Black Man – 8:29

Seite 4
Ngiculela – Es Una Historia – I Am Singing – 3:48
If It’s Magic – 3:12
As – 7:08
Another Star – 8:28

Mit der vielleicht etwas anmaßenden Vision, *Musik in der Tonart des Lebens* zu schaffen, hat Steve Wonder vor fünfzig Jahren 21 stilistisch sehr unterschiedliche Songs zu einem Meilenstein der Musikgeschichte verschmolzen. Die Themen der Songs In The Key Of Life reichen von privaten Liebeserklärungen bis zu historischen Klarstellungen, von der Reminiszenz an die musikalischen Vorfahren bis zu anklagenden Analysen der Gegenwart. Das alles ist durchdrungen von einem in den 60er Jahren, in den Anfängen des Soul geborenen Groove, dessen Entwicklung das Album in all seiner Vielfalt und stilistischen Breite widerspiegelt. Und der so divers wie hier nie wieder auf einer Platte auftauchen wird.

Mit diesem Kraftakt setzte Wonder eine Art Schlusspunkt für den Rhythm and Blues, den Soul, den schwarzen Pop, der sich in Zukunft von den Bits und Pieces dieses überbordenden Steinbruchs musikalischer Ideen nähren wird. In der Dokumentation ›Classic Albums‹ beschreibt er seinen Ansatz so: »I challenged myself to write as many different things as I could, to cover as many topics as I could, in dealing with the title and representing what it was about. The title would give me a challenge, but equally as important as a challenge it would give me an opportunity to express my feelings as a songwriter and as an artist.«

Stilistisch schlägt das Album dann auch einen herausfordernden Bogen aus eher traditionellem Soul, Jazz, Funk und Fusion. Das wirklich Besondere an dieser Sammlung scheinbar auseinanderstrebender Stücke ist aber der Groove. Für jeden Song und für jeden Stil hat Stevie Wonder ebenso überraschende wie zwingende Rhythmen und Melodien gefunden, die bis heute keinen Tag gealtert scheinen.

Beim Vinylrausch #87 werden wir diesen Meilenstein der Musikgeschichte kurz nach dem fünfzigsten Jahrestag seines Erscheinens im September 1976 als Album des Monats würdigen.

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Beim Vinylrausch #05 haben wir Songs In The Key Of Life als wichtige Bezugsgröße für Prince aufgelegt, denn mit seinem bestechenden Gespür für Genre-Mixturen und lebendige Rhythmen hat Steve Wonder Prince nachhaltig beeinflusst.
Seine Selbstermächtigung als farbiger Künstler, seine schrittweise Emanzipation von Plattenfirmen und festgefahrenen Rollenbildern werden Prince Beispiel und Vorbild gewesen sein. Insofern ist Steve Wonder eine wichtige Bezugsgröße, die das musikalische Reich von Prince vorbereitet hat.

Vinylrausch #05
1. Stevie Wonder – Songs In The Key of Life (1976)
2. Prince – Around The World In A Day (1985)
3. So klang der Vinylrausch V
4. Jimi Hendrix – Electric Ladyland (1968)
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