Eines der meistverkauften Alben der Jazzgeschichte, eine verrückte Mischung aus bestechendem Groove, leichtem Jazz und kratzigen Gitarren.
The Modern Lovers – The Modern Lovers (1976)

Seite A
Roadrunner 4:04
Astral Plane 3:00
Old World 4:00
Pablo Picasso 4:15
Seite B
She Cracked 2:53
Hospital 5:31
Someone I Care About 3:37
Girl Friend 3:51
Modern World 3:40
Ein absolut zeitloses Album, das zwar 1976 veröffentlicht wurde, aber immer und zu jeder Zeit absolut modern klingen wird. Weil es ein pures Rockalbum ist: erdig, geradeheraus, laut, locker und von der unverfälschten Neugier auf das Leben getrieben.
Mit seiner rohen Energie, den bestechend kompakten Songs und der einzigartigen Mischung aus sechziger Garage-Rock mit erdigen Gitarrenriffs, abwechselnd naiv oder psychedelisch klingendem Orgelsound und dem näselnden Gesang von Jonathan Ritchman klingt das Album aus heutiger Sicht wie eine Blaupause für Punk und New Wave. (Immerhin spielt der junge Jerry Harrison, später bei den Talking Heads, hier die schrägen Keyboards.)
Aufgenommen wurde es aber schon Anfang der Siebzigerjahre, produziert zum Teil von John Cale und getrieben von der Begeisterung Ritchmans für Velvet Underground oder The Stooges. Zu hören sind diese Bezüge in den immer wieder drone-artig pulsierenden und dabei dreckig verzerrten Gitarren. Ein schönes Beispiel ist das respektlos-ironische Pablo Picasso oder das gleichzeitig verzweifelt und nach abgeklärtem Aufbruch klingende She Cracked. Die Songs trotzen nur so vor Energie und dem Selbstbewusstsein einer Jugend, die aus der Vergangenheit die Zukunft formt, während sie die Gegenwart dabei offensichtlich nicht richtig ernst nehmen kann.
Ein rundherum begeisterndes Album, das wir als Album des Monats beim Vinylrausch #86 andächtig feiern werden!
2.
The Modern Lovers – The Modern Lovers (1976)
