Skip to content

James Blake – James Blake (2011)

Seite A
Tep and the Logic 2:42
Unluck 3:00
The Wilhelm Scream 4:37

Seite B
I Never Learnt to Share 4:51
Lindisfarne I 2:42
Lindisfarne II (written and produced by Blake and McAndrews) 3:01

Seite C
Limit to Your Love (written by Feist and Gonzales) 4:36
Give Me My Month 1:56
To Care (Like You) 3:52

Seite D
Why Don’t You Call Me 1:35
I Mind 3:31
Measurements 4:22
You Know Your Youth 2:22

James Blake entpuppt sich auf seinem Debüt als akribischer Tonsetzer, der in erster Linie nach Innen horcht und aus den Pausen und Leerstellen seiner Musik verwirrend schöne Atmosphären schafft. Sein Songs verlieren sich zwischen Ambientklängen und tiefen Bässen in einer ebenso schonungslos ehrlichen wie romantischen Selbstbespiegelung. Eines der wichtigen Alben der jüngeren Vergangenheit.

» … Blakes Texte kreisen meist um persönliche, von Verlust, Scheitern und Schuld verursachte Gefühle, um die sich dann auch seine musikalischen Ideen ranken. Selbstzweifel und die damit einhergehenden mentalen Qualen macht Blakes Stimme schon in ihrer Brüchigkeit, ihrem verletzlichen Falsett hörbar. Es scheint, als wäre es gerade das Fragmentarische, das diese Stimme mit Authentizität auflädt. Weil sie zerteilt, zerdehnt, wiederholt und mit winzigen Schwankungen in der Tonhöhe gequält wird, kann sie von einem Leid erzählen, für das Worte oder Sätze nicht ausreichen würden. 

»Der Klangteppich, der vor der Jahrtausendwende emotionale Dramatik mit Hilfe von verzerrten Gitarren und aufbrausenden Synthesizersounds erzeugt hat, wird von Blake mit demselben Ziel auf eine von Pausen und Aussetzern geprägte Collage aus Samples und Gesangsbruchstücken reduziert. Während die orchestrale Innerlichkeit der neunziger Jahre noch an monotone Gruppenimprovisationen etwa des Krautrocks erinnern konnte, reduziert der Post-Dubstep, dem Blakes Musik zugeordnet wird, die großen Gefühle auf die Angst vor dem Aussetzen des Herzschlags – die Soundflächen werden noch vom Beat des Techno angetrieben und spielen mit der Angst der endlos Tanzenden vor dem Verschwinden der Bassfrequenzen.«

Die Zitate stammen aus einer ausführlichen Analyse des Albums, die im VINYLRAUSCH MUSIKMAGAZIN, zweite Ausgabe erschienen ist. 

Vinylrausch #07
1. King Crimson – Islands (1971)
2. Roxy Music – Roxy Music (1972)
3. James Blake – James Blake (2011)
4. So klingt das Kino: Vinylrausch VII
An den Anfang scrollen
Suche