Überspringen zu Hauptinhalt

King Crimson – Islands (1971)

Cover Islands King CrimsonCover Islands King Crimson Back

Seite A
Formentera Lady – 10:15
Sailor’s Tale – 7:34
The Letters – 4:32

Seite B
Ladies of the Road – 5:34
Prelude: Song of the Gulls – 4:15
Islands – 11:54

Das Cover von Islands blickt gleichzeitig in die Vergangenheit und in die Zukunft – und verbindet damit die Science-Fiction Methaphorik des Psychedelic Rock, die z.B. bei Jimi Hendrix immer wieder auftaucht, mit den methaphorischen Geschichten von Helden aus einer glorreichen Vergangenheit.

Der Trifidnebel liegt mehr als 5200 Lichtjahre von der Erde entfernt im Sternzeichen des Schützen und zeigt dort hinter einer dreigeteilten Staubwolke die Geburt eines Sterns in fernster Vergangenheit. Während wir auf dem Cover noch die Geburt eines Sterns in einer räumlich und zeitlich fernen Dreifaltigkeit beobachten, beginnt der erste Song ‘Formentera Lady’ schon auf der ›gestalteten Erde‹, der Terra Forma, einer Insel aus der Gruppe der Balearen im Mittelmeer, deren Name durch ihre besonders gestaltete, geschwungene Form geprägt wurde.

Dort hat Peter Sinfield, seit dem ersten Crimson-Album als Lyriker, Texter und Best Boy ein festes Mitglied der Band, seinen letzten Urlaub verbracht und die weißgewaschenen Häuser, die in der Sonne glühenden Straßen und einen beeindruckend aufragenden Drachenbaum beobachtet. Aus diesen Bildern setzt sich der Text zuammen, er scheint die Szenerie einer Mittelmeerlandschaft im Sommer zu entwickeln, durch die der Protagonist hindurchwandert, unter dem Drachenbaum Pause macht, Gitarre spielt und an eine ätherisch bleibende Lady aus Formentera denkt.

Die erzählte Geschichte klingt also erstmal recht banal, auch wenn sie sich mit dem kurzen Hinweis auf Odysseus, der auf der Insel den Verlockungen Circes widerstanden haben könnte, mit einer der ältesten Sagen der Menschheit verknüpft. …

Auszug aus der Musik- und Textanalyse im Vinylrausch-Musikmagazin #02

Diese erste Seite des Albums haben wir bei unserem ersten Vinylrausch im Eiszeit-Kino gehört. Es war erstaunlich, wie durchsichtig und filigran viele Passagen auf der hervorragenden Kino-Anlage geklungen haben.

‘Islands’ ist die vierte King Crimson Platte und die letzte in der sogenannten ersten Phase der Band. Auch wenn sie von der zeitgenössischen Kritik eher mässig bewertet wurden – Islands bietet richtig gute Musik, eher ein bisschen jazzig orientiert mit schönen Saxophon-Solos und einfachen, aber effektiven Gitarrenläufen von Robert Fripp.

Mel Collins spielt hier auch schon das Saxophon – und das ist eine schöner Bezug zu dem vergangenen King Crimson Auftritt im Admiralspalast, den sie ja in ihrer achten Inkarnation absolviert haben… Ein hervorragendes Konzert!

Hier eine Besprechung aus der Berliner Zeitung. </a>

Vinylrausch VII
1. King Crimson – Islands (1971)
2. Roxy Music – Roxy Music (1972)
3. James Blake – James Blake (2011)
4. So klingt das Kino: Vinylrausch VII
An den Anfang scrollen
Suche