Skip to content

La Monte Young/Marian Zazeela – The Dark Album (1969)

La Monte Young - Black Album FrontLa Monte Young - Black Album Back

Seite A
31 VII 69 10:26 – 10:49 PM
(a section of Map of 49’s Dream the Two Systems of Eleven Sets of Galactic Intervals Ornamental Lightyears Tracery) 23:00

Seite B
23 VIII 64 2:50:45 – 3:11 AM The Volga Delta (a section of Studies in the Bowed Disc)

Das Album wird aufgrund seines Cover ‚The Dark Album‘ genannt. Der eigentliche Titel besteht aus Tag und Zeit der Aufnahme und lautet:
La Monte Young / Marian Zazeela – 31 VII 69 10:26-10:49 PM / 23 VIII 64 2:50:45-3:11 AM The Volga Delta (1969)

»Der echte Minimalismus beginnt mit La Monte Young, dem Meister des Drone.«
Alex Ross

 

Die amerikanischen Minimalisten wie Terry Riley, Philip Glass oder eben La Monte Young haben sich gegen die Grundlagen der klassischen Kompositionslehre gewandt und wollten weg von dem starren Gerüst von Themenentwicklungen, Motivwiederholungen und überhaupt von der Notwendigkeit einer Entwicklung als musikalischem Prinzip.

Musik wird hier als statische Form begriffen, die einzelne Töne und Stimmungen anschlägt und in der stetigen Wiederholung zu einem grenzenlosen Fluss wird. Auch bei der Improvisation ‘31 VII 69 10:26 – 10:49 PM’ (die Stücke sind nach Aufnahmedatum und Uhrzeit benannt) sollen wir als Zuhörer auf uns selbst zurückgeworfen werden: über einem durchgängigen Sinuston improvisieren die Stimmen von La Monte Young und seiner Partnerin Marian Zazeela im Stile indischer Hindu-Sänger.

Es wird ein ganz besonderes Erlebnis werden, beim Vinylrausch #54 diese seltene, ‘The Black Album’ genannte Pressung konzentriert und offen anhören zu können. Ausgesucht und vorgestellt wird das Album vom Kurator der Ausstellung Broken Music Vol.2 Sven Beckstette. Wir dürfen gespannt sein, was der Drone mit uns macht …

Der Einfluss von La Monte Young und der anderen in den Sechzigerjahre jungen Komponisten Amerikas auf die Rockmusik ist gewaltig. Über John Cale, der in La Monte Youngs Theatre of Eternal Music die Drone-Bratsche gespielt hat, ist die Idee der steten Wiederholung zum Konzept der frühen Velvet Underground geworden und hat u.a. Brian Eno, einen Fan von Philipp Glass und Steve Reich, beeinflusst.

»Wiederholung ist eine Form der Veränderung.«
Brian Eno

 

Mehr dazu findet sich auch in der ausführlichen Besprechung von The Velvet Underground & Nico im Vinylrausch Musikmagazin #2.

Vinylrausch #54
1. Lamin Fofana – Darkwater (2021)
2. Laurie Anderson – Big Science (1982)
3. La Monte Young/Marian Zazeela – The Dark Album (1969)
4. Der minimale Vinylrausch #54 – Musik im Zeichen der Kunst
5. Vinylrausch #54, eine minimale Rückschau

Dieser Beitrag hat 0 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

An den Anfang scrollen
Suche