Minimalistisch-majestätische Soundgebirge einer irischen Instrumentalband. Gewaltig.
Taste – On The Boards (1970)

Seite A
What’s Going On 2:45
Railway And Gun 3:35
It’s Happened Before, It’ll Happen Again 6:30
If The Day Was Any Longer 2:06
Morning Sun 2:37
Seite B
Eat My Words 3:44
On The Boards 6:00
If I Don’t Sing I’ll Cry 2:37
See Here 3:03
I’ll Remember 3:00
Das finale Album der Band Taste ist ein ungewöhnliches Werk, es verbindet elektrischen Blues, akustischen Folk, rumpelnden Boogie und schwebenden Jazz zu einer erstaunlichen Mischung. Der Stilmix auf On The Boards ist dabei nicht nur von einem Song zum nächsten erfrischend unerwartet, auch die einzelnen Songs bieten immer wieder überraschende Wechsel und ungewöhnliche Instrumentierungen.
Rory Gallagher zeigt als Kopf von Taste eine große Bandbreite an Spieltechniken, von der harten Rockgitarre, über feine akustische Akkordsetzungen bis zu pointierten Bottleneck-Sounds. Tatsächlich beschränkt er sich aber nicht nur auf die Gitarre, sondern spielt auch beeindruckend sparsam und ausdrucksstark Alt-Saxofon und Mundharmonika. Beachtlich ist das Gefühl der Band für den musikalischen Raum gerade in den langsamen Passagen oder dem sensiblen Wechselspiel zwischen Saxofon und Gitarre im Titelsong.
Die musikalische Bandbreite und der Wechsel zwischen den souverän beherrschten Stilen machen das Album zu einer herausragenden Patte, die beim Vinylrausch #80 mehr als gute Unterhaltung verspricht.
3.
Taste – On The Boards (1970)
