Tief im Blues verwurzelt und mit einer Mundharmonika als Lead-Instrument: eine junge, spannende Band aus den Niederlanden.
The Butterfield Blues Band – East-West (1966)

Seite A
Walkin’ Blues 03:15
Get Out of My Life, Woman 03:13
I Got a Mind to Give Up Living 04:57
All These Blues 02:18
Work Song 07:53
Seite B
Mary, Mary 02:48
Two Trains Running 03:50
Never Say No 02:57
East-West 13:10
Paul Butterfield hat die Bluesband 1965 gegründet, nachdem er in Chicago aufgewachsen ist und seinen Mundharmonika-Stil als Sidekick und Schüler von Bluesgrößen wie Muddy Waters, Howlin Wolf oder Little Walter entwickeln konnte. Die Butterfield Blues Band war die erste Band, die in Newport mit elektrifizierten Instrumenten aufgetreten ist – und damit den ersten elektrischen Dylan-Auftritt provoziert hat.
In dem für die Rockmusik entscheidenden Jahr 1966 ist mit East-West das zweite Album der Butterfield Blues Band erschienen. Es gilt heute als eines der einflussreichsten Alben der Rockgeschichte, denn es öffnet den Weg hin zu Psychedelic-, Acid- und Ragarock.
Butterfield verbindet auf dem Album die Tiefe des Blues mit der Freiheit des Jazz und der Kraft der Rockmusik. Die Band führt als eine der ersten lange Soli in die Rockmusik ein, die sich zwischen Gitarre, Mundharmonika und Piano abwechseln und ergänzen. Mit Mike Bloomfield und Elvin Bishop prägen zwei großartige Gitarristen den Sound dieses Albums und besonders Bloomfield überrascht mit ebenso hartem wie lyrischem Spiel.
Das große Finale dieses Albums ist dann der aus langen Jams entstandene Song East-West, in dem wir eine frühe Adaption der im Jazz entwickelten modalen Spielweise in die Rockmusik hören werden. Dazu kommen die von Musikern wie Miles Davis und John Coltrane aufgegriffenen indischen Einflüsse, die dieses Stück zu einem der ersten Raga- oder Acidrocksongs macht.
Ein historisches Album, das beim harmonischen Vinylrausch #85 unser Album des Monats ist.
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The Butterfield Blues Band – East-West (1966)
