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Zappadan 4-1 Musikalischer Tribut

Zappadan 2020 – Zum 80. Geburtstag von Frank Zappa

Zappadan #1: Frank Zappa als Radiomoderator im NDR [–> 1974]

Zappadan #2: Nachrufe auf Frank Zappa im deutschen Fernsehprogramm [–> 1993]

Zappadan #3: Sendung bei ByteFM zum Zappaden, den Kosmischen Brocken, der Zappanale etc. am 09.12. um 22:00 Uhr [–> 2020]

Zappadan #4: Mike Keneally berichtet im Interview, dass ihn Frank Zappa bei ihrer ersten Begegnung erschreckt hat.

Zappadan #5: Ein musikalischer Tribut zum 80. Geburtstag von Frank Zappa

[Der Zappadan ist der Zeitraum zwischen Zappas Todestag am 04.12. und seinem Geburtstag am 21.12.]

Gefährliche Leidenschaften

The Tony Williams Lifetime - Turn it Over Frontcover

Einen Vorteil hat der neue Job als ‚Vertriebsleiter‘ für das VINYLRAUSCH MUSIKMAGAZIN dann doch: er ist eine gute Ausrede, um jeden Vinylladen auf dem Weg zu betreten und sich den dort lauernden Gefahren auszusetzen. In Braunschweig ist mir diese schöne deutsche Erstpressung der noch immer herausfordernden ›The Tony Williams Lifetime‹ in die Hände gefallen.

Das gerade 50 Jahre alte gewordene kleine Juwel besticht durch ein auffallend schön schwarzes Cover und drei entscheidende Botschaften: TURN IT OVER (der Titel der Platte), PLAY IT LOUD (die Maxime des Vinylrausch) und PLAY IT VERY LOUD (da werden wir irgendwann auch noch hinkommen).

Und dann ist da ja auch noch die Musik: schwarze Magie in einem linksdrehenden Strudel. Wie gesagt: hervorragend herausfordernd.

Cover Deep Purple In Rock

50 Jahre Deep Purple – In Rock

Cover Deep Purple In RockAm 1. September 1970 in Deutschland erschienen: Heute vor 50 Jahren haben Deep Purple mit ihrem Album In Rock einem neuen, in der Luft liegenden Genre zur Geburt verholfen: dem Hard-Rock mit all seinen daraus entstandenen Ablegern.

Deep Purple In Rock war eine klare Ansage: jetzt ist Schluß mit dem psychedelischen Geflirte mit der klassischen Musik, nach dem vorrangig von John Lord konzipierten *Concerto for Group and Orchestra* geht es jetzt zurück an die harten Sachen. Mit dem improvisierten Gitarrenlärm als Intro zu ‘Speed King’ zeigt Ritchie Blackmoore unmissverständlich an, welches Instrument in dieser Band jetzt das Sagen haben soll.

Zugegeben, nach ‘Bloodsucker’ flirtet der Klassiker ‘Child In Time’ noch einmal mit den Psychedelic-Klängen der gerade vergangenen 60er Jahre, aber in dem energetischen Auf- und Ab des Songs wird der pastorale Sound der Orgel immer wieder von den hohen Schreien Ian Gillans und den zustoßenden Riffs von Richie Blackmore in seine Schranken verwiesen.

Ein echter Klassiker, der heute natürlich besonders Spaß machen wird – und mir in einer schön sauberen 70er Pressung pünktlich zum Jubiläum beim Ausliefern einiger VINYLRAUSCH MUSIKMAGAZIN Exemplare in die Hände gefallen ist.

Goldene Klänge

Selten eine bessere Pressung gehört: der von John Coltrane beeinflußte psychedelische Space-Jazz von Muriel Grossmann klingt auf diesem Album wunderbar durchsichtig und druckvoll.

Das Label RR Gems Records sollte man sich merken – die erste Seite des Doppelalbums hat es hier veröffentlicht:

The Byrds Untitled Cover

Untitled

The Byrds Untitled CoverDer Begriff »Untitled« taucht in der Musikwelt ja schon manchmal auf, meist für Alben, die keinen eigenen Titel haben sondern nur so heißen wie die Band. Unser Untitled-Rausch hat seinen Namen von dem Film Almost Famous von Cameron Crow bekommen: er wollte seinen Film nämlich usprünglich Untitled nennen, vermutlich nach dem vierten Led Zeppelin Album, das ja bekanntlich auch keinen Namen hat, genau genommen also Untitled heißt, häufig aber auch Led Zeppelin IV, Zoso oder Symbols genannt wird. Cameron Crow hat den Directors-Cut, der eine DVD der Doppel-DVD einnimmt, dann tatsächlich Untitled genannt. In dem Film erzählt er seine eigene Geschichte, in der er als sehr junger Autor für den Rolling Stone seine erste Story schreiben darf. Dafür muss er mit einer Band mitreisen – und diese Band im Film erinnert in den Charakteren und den Spannungen zwischen den Bandmitgliedern schon sehr an Led Zeppelin. Und das, obwohl die Story – der junge Hauptdarsteller versucht mit dem Sänger der Band über den Tod seines Bruders zu reden – seiner Begegnung mit den Allman Brothers entnommen ist.

Zappanale (Festival)

Vor dreissig Jahren haben ein paar Freunde in der DDR ein paar Tage vor der Währungsunion ihre ins Land geschmuggelten Zappa-Platten aufgelegt – und damit ein weltweit einmaliges Festival begründet, zu dem heute Fans aus aller Welt anreisen. Fergie aus Chicago ist seit 10 Jahren dabei – nach dem ersten Mal auf dem Festival hat er seiner Frau erklärt: Honey, our summer vacation is decided forever! Genauso halten es die meisten der Gäste: auf der Zappanale trifft sich jedes Jahr eine große Familie – um ungewöhnliche, unbequeme und ungeheuer spannende Musik zu hören. Und dabei hilft es natürlich, das dort regelmässig ehemalige Musiker aus diversen Zappa-Bands auftauchen und spielen. Es kommen gerne wieder oder waren schon da: Robert Martin, Jean-Luc Ponty, George Duke, Don Preston, Bunk Gardner, Adrian Belew, Ike Willis, Napoleon Murphy Brock u.v.m. Natürlich mein Lieblingsfestival: kosmische-brocken.de
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