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Gitarrenrock: Alles zum Programm vom Vinylrausch VI

NEIL YOUNG IM SOMMER
So, liebe Leute, nachdem Jörg und ich das ganze Pfingstwochenende diskutiert haben, steht das Programm für den Vinylrausch am 5. Juni fest. Heraus kam ein Programm, in dem  traditioneller und aktueller Gitarrenrock überwiegt. Da wir uns dann dem Sommer nähern haben wir zwei sommerliche Schwerpunkte: Die Festival/Open Air Saison hat begonnen und auch Neil Young wird im Freien auftreten, was natürlich immer eine Erwähnung wert ist.

Wir starten also mit dem bisher besten Neil Young Livemitschnitt, mit Live-Rust aus dem Jahre 1978, für den  deutschen Rolling Stone das beste Live-Album aller Zeiten. Davon hören wir die Seiten 3 und 4, mit einigen der besten Neil Young Titeln, „Powderfinger“, „Cortez The Killer“, „Like a Hurricane“ und „Hey,Hey, My,My (Into the Black)“.

Da wir uns dann gefragt haben was Neils Kumpel Crosby, Stills und Nash wohl zu der Zeit getrieben haben wird es jetzt politisch, denn die 3 waren am ersten größeren Anti-Atomkraft Festival beteiligt: No Nukes: The Muse Concerts for a Non-Nuclear Future. Aufgezeichnet im September 79 im Madison Square Garden. Davon Seite 4 mit 3 CSN-Titeln und den ersten Live-Aufnahmen von Bruce Springsteen and the E-Street-Band. Mit dem sensationellen „Detroit-Medley“. Sodann beziehen wir uns wieder auf „Hey, Hey, My, My“ und dem bekannten Link zur Grunge-Music (siehe Kurt Cobain).

Pearl Jam, die ja eine gute Beziehung zu ihrem „Onkel Neil“ haben, wären hier eine naheliegende Wahl gewesen, aber leider ist das passende Album „No Code“ noch nicht erschienen – Jörg wird das im Herbst, wenn die Platte erschienen ist, mit einem Pearl Jam Schwerpunkt nachholen.

Aber, was vielleicht nicht so bekannt ist, es gibt auch eine wichtige Beziehung zwischen Neil Young und Thurston Moore von Sonic Youth. „Last night I dreamed I kissed Neil Young. If I was a boy I guess it would be fun. You and me are burning in the summertime” heißt es im Sonic Youth Song “Crème Brulee” (1992). Neil Young, der mit Crazy Horse ja auch gerne als drittbeste Garagenband der Welt bezeichnet wird, war ja 1991 mit Sonic Youth auf Tour gewesen. Thurston Moore kommentierte das so: „Er hört keine Musik. Es kümmert ihn einen Scheiss. Was ihn jedoch erstaunte, war, dass echter Rock’n’Roll in den Untergrund gegangen war.“ Doch man lernte auf der Tournee voneinander und Neil bezeichnete die Tournee später „als eine fantastische Reise innerhalb eines Power-Gitarrenakkords“.

Sonic Youth lernte, wie das ist, als Vorgruppe ausgebuht zu werden und Neil Young brachte Gitarrendissonanzen wie von Thurston Moore auf „Weld“ zum Einsatz. Ok, Sonic Youth sind Geschichte aber Thurston Moore hat jüngst mit „The Best Day“ eine starke Scheibe vorgelegt, die wieder fetten Gitarrenrock mit einem ganz eigenen Stil bringt. Da steckt viel Neil Young drin, die Platte entfaltet den gleichen Sog wie die Soli auf Neil Youngs „Psychdelic Pill“ . Und Thurston Moore spielt Anfang September, also noch im Sommer, in Berlin. Und von Neil Youngs Spätwerk aus dem Jahre 2013 hören wir dann die Seite mit dem 16minütigen „Ramada Inn“.

Übrigens: Wer Neil Young sehen will kann das am 20.Juli in Leipzig und am 21. Juli in Berlin (Waldbühne) tun. Und: Das „Radio der von Neil Young Getoeteten“ veranstaltet am 19. Juli in Leipzig (im Musikrestaurant „Tonellis“) ein „Vorglühen“, d.h. mit Live-Mucke, Bier und Grillgut bereiten wir uns auf das Neil Young Konzert am Völkerschlachtdenkmal vor.

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