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Ashton, Gardner and Dyke – What A Bloody Long Day It’s Been (1972)

Side A
It’s Agonna Be High Tonight 2:49
It’s A Drag, I’m A Drag 3:17
Still Got A Long Way To Go 3:06
The Falling Song 10:03

Side B
Ballad Of The Remo Four 3:57
(The Old) Rock And Roll Boogie Woogie 6:02
Got To Get Back To You 3:45
What A Bloody Long Day It’s Been 4:08
I’m Going To A Place 4:02

Die Jazz Rock Bläser Geschichte in England hatte dann schon Anfang der Siebziger ein Ende. Natürlich gab es weiterhin Colosseum mit Barbara Thompson am Saxophon und natürlich tauchten immer mal wieder Bläser auf. Aber die Free Rock Experimente mit großen Bläsersektionen verschwanden oder man zog sich komplett in den Jazz zurück, wie z.B. Keith Tippett.

Warum auch immer, ein Grund war sicherlich, dass es schon aufwendiger und weniger einträglich ist mit 10-12 Leuten zu touren. Wie man aber seine Musik mit einer vernünftigen Bläserfraktion aufpeppen kann, das soll am Beispiel von Ashton, Gardner und Dyke gezeigt werden.

Remo Four war eine Band aus Liverpool unter dem Vertrag von Brian Epstein. Sie versuchten Mersey Beat mit Blues und Jazz zu verbinden und spielten viel in Deutschland, z.B. im StarClub. Nach der Auflösung der Remo Four gründeten Keyboarder Tony Ashton und Schlagzeuger Roy Dyke zusammen mit Kim Dyke von den Creation Ashton, Gardner and Dyke. Zuerst war auch noch Stewe Howe dabei, der dann zu den Yes ging.

Das erste Album war sauberer Blues Rock und es gab einen Hit „Resurrection Shuffle“. Auf dem zweiten fand dann diese Jazz Rock, Blues, Pop Gemengelage einen Ausdruck, denn es spielten neben Eric Clapton und George Harrison auch der Jazzer Chris Barber mit. War aber noch zu unentschiedener Bluesrock. Erst im dritten Album fand die Band zu ihrem Sound.

1972 kam „What a bloody long Day it’s been“ auf den Markt, die gemeinsam mit den Bläsern Dave Caswell, Lyle Jenkins und John Mumford sowie dem Gitarristen Mick Liber eingespielt wurde.

Das Album ist eine ganz hervorragende Fusion von Bluesrock und Jazzrock. Und wieder mal ein Beispiel dafür was für unentdeckte Perlen die Rockmusik hervorgebracht hat. Und belegt die Tatsache, dass alle diese Bläserbands sich heute noch ziemlich zeitlos, also aktuell anhören.

Vinylrausch #28

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