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Der ehrliche Rausch – Vinylrausch #26

Wieder ist es eine starke Frau, die uns zu den Männern führt: Joni Mitchell hat mit Court And Spark 1974 eines ihrer erfolgreichsten Alben herausgebracht. Und eines ihrer offensten und ehrlichsten dazu, in denen sie das Kommen und Gehen der Liebe und die Gefahren des Verliebstseins besingt: Everything comes and goes, Marked by lovers and styles of clothes.
Joni Mitchell begibt sich mit diesem Album auf ihren Weg zum Jazz-Rock.

Sie war mit David Crosby zusammen und hat mit Graham Nach im Laurel Canyon gelebt. Das hat beide nicht daran gehindert zusammen mit Steven Stills gut gelaunten Country-Rock mit göttlichem Harmoniegesang zu etwas ganz besonderem zu machen.
Das Debüt Crosby, Stills and Nash von 1969 ist unser Album des Monats.

Bob Dylan hat sich für seine erste Tour nach acht Jahren wieder mit der Band zusammengerauft und parallel zum Tourstart Anfang 1974 mit Planet Waves ein sehr persönliches Album herausgebracht – erschienen ist es am gleichen Tag wie Court and Spark. Roots-Rock ohne große Schnörkel, von einer sensibel eingespielten Band nahezu live im Studio aufgenommen. Dylan ist fantastisch bei Stimme und himmelt in den erstaunlich zugänglichen Texten seine Noch-Ehefrau Sarah ungewöhnlich offen an.

Die beiden ersten Alben werden uns in zwei edlen audiophilen Pressungen von Michael zur Verfügung gestellt. Wir hören sie auf dieser Anlage, die von Hifi im Hinterhof zusammengestellt wurde! Besten Dank dafür!

Vinylrausch #26
1. Der ehrliche Rausch – Vinylrausch #26
2. Bob Dylan – Planet Waves (1974)
3. Crosby, Stills and Nash – Crosby, Stills and Nash (1969)
4. Joni Mitchell – Court and Spark (1974)
5. Gusseiserne Lieder und brennende Balladen
6. Die ehrliche Review – Vinylrausch #26 (Review)

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. …und schon wieder AHA Erlebnisse beim Vinylrausch. Beim CS&N Debütalbum hatte ich mich überwiegend mit den akustischen Songs und Balladen beschäftigt (Suite, Guinnevere etc.), bei der angehobenen Lautstärke und den guten Boxen kamen aber die elektrischen Nummern deutlich stärker rüber. Long Time Gone habe ich bisher nicht besonders gemocht, da hatte ich wohl nicht richtig zugehört. Und Wooden Ship war nochmal zwei Klassen besser und ist für mich mittlerweile DAS Brett auf der Platte.
    Von Court And Spark habe ich fast immer nur die erste Seite gehört und dann noch Car On A Hill (wegen der Steely Dan-Ähnlichkeit). Robbery und Twisted fand ich immer unangemessen für Joni’s Verhältnisse. Too much like Andrews Sisters. Aber Down To You ist ein toller Song.
    Ich hätte ja statt Dylan Late For The Sky von Jackson Browne als drittes Album perfekt gefunden. Ist auch von 1974, geht definitiv ans Eingemachte was Selbstreflektion betrifft und hat mit Before The Deluge eine prophetische Ökobewegungs-Hymne am Schluss. Ganz zu schweigen von For A Dancer, das sogar bei der Trauerfeier für John Belushi gespielt wurde. Das Cover ist zwar nicht handgekritzelt wie bei Dylan, dafür aber bei einem der schönsten Bilder von Rene Magritte geklaut. Und eine Affaire mit Joni Mitchell hatte Jackson selbstredend auch…
    Ich freu mich schon auf den nächsten Rausch.

  2. Hallo Stefan,
    mir ging es genau andersherum: die rockigen Stücke kannte ich besser, und die Balladen habe ich beim Vinylrausch neu für mich entdeckt. Es ist wirklich erstaunlich: ich kann die Alben vorher noch so oft gehört haben, beim Rausch fallen mir andere und tatsächlich neue Sachen auf.
    Jackson Brown hätte sicher aus gepaßt, ich hatte mich im Grunde schon seit dem ersten Rausch auf Planet Waves gefreut, darunter hat dann wohl die “objektive” Recherche in diesem Fall etwas gelitten…
    Meine Review vom ehrlichen Vinylrausch #26 ist jetzt auch endlich online: https://vinylrausch.de/rauscharchiv/die-ehrliche-review-vinylrausch-26-review-3165

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